
Regie: Christine Lang Musikvideo 3.29 min.
Ein experimentales Musikvideo. Den Spruch, die Wand hochzugehen haben QUIO in ihrem Clip zu "So dazed" umgesetzt. Die Protaginistin des Videos geht zuerst die Wand hoch, um anschließend auf die Decke weiterzuwandern.

Medienprojekt Wuppertal, Dokumentarfilm 30 min
Ein Film übers Computerspielen
Der Film porträtiert verschiedene Computerspieler im Alter von 15 bis 25 Jahren. Sie beschreiben was und wie häufig sie spielen und was sie motiviert: Von Egoshooter- über Onlinerollenspiele bis hin zum Partyspiel stellen sie die Games vor, mit denen sie sich beschäftigen. Im Vordergrund steht für sie der emotionale Kick, Spaß zu haben, Stress zu vergessen, abzuschalten. Bezüglich des Abtauchens in »andere« Welten werden die Zusammenhänge und Wirkungsfolgen zwischen der realen und der virtuellen Welt reflektiert und problematisiert.
Die Jugendlichen beschreiben ihre unterschiedlichen Spiel-Settings auf LAN-Partys mit und gegen »reale« Freunde, in weltweiten Clans im Internet, beim Zocken im Internetcafe oder alleine zu Hause.
Der Film problematisiert zwei entscheidende Fragen des Computerspielens: Wie steht die Computerspielsucht im Zusammenhang mit der Vernachlässigung des Sozialen. Spielen die Jugendlichen, weil sie wenig soziale Kontakte haben oder schafft das exzessive Spielen diese Vereinsamung erst?

Second Me Luzern (CH)
Regie: Anna Thomen Dokumentarfilm 18’45min.
Second Life ist eine virtuelle Welt – eine dauerhaft bestehende 3D-Umgebung, die vollständig von ihren Bewohnern erschaffen und weiterentwickelt wird. In dieser gewaltigen und schnell wachsenden Onlinewelt können Sie praktisch alles erschaffen oder werden, was Sie sich vorstellen können. Durch die integrierten Tools für die Inhaltserstellung sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt, und Sie können Objekte in Echtzeit und in Zusammenarbeit mit anderen erstellen. Eine unglaublich detaillierte, digitale Figur ("Avatar") ermöglicht es Ihnen, durch zahlreiche Einstellungen Ihre Persönlichkeit in Second Life auf vielfältige Weise auszudrücken.
Der Protagonist erzählt von seinen Erfahrungen in Second Life.

Bruder Bruder Köln (D)
Regie: Lars Kreyßig, Spielfilm 10 min.
Was als ein harmloses Spiel zwischen dem 13-jährigen Joscha und seinem neun Jahre alten Bruder Alex beginnt, wird zu einem Machtspiel zwischen den Geschwistern und endet in einem Kampf ums Überleben für Alex.

Zwei Thermometer heiraten, haben kinder, und leben glücklich zusammen, aber "trouble" wird bald die familie überkommen. Kann die Familie diese Krise überstehen?

Max und Co. (CH)
von den gebrüder Guillaume aus Lausammne, Animations Film 76 min.
Bei Bzzz und Co, eine Fliegenklatschenfabrik; die Geschäfte laufen nicht mehr so gut: Es gibt nicht genügend Fliegen! Während die besorgten Aktionäre sich entscheiden die Fabrik zu rationalisieren, entwickelt ein verrückter Wissenschaftler ein Fliegenprojekt. Diese Fliegen werden aber bald die Einwohner der Stadt angreifen. Max, ein junger Bursche der auf der suche nach seinem Vater ist, entdeckt die Manipulation von Bzzz und Co. In Begleitung seiner neuen Freundin Fränzi, geht er gegen ihr Plan vor.

Paulus Opa Berlin (D)
Regie: Ove Sander,Spielfilm 20 min.
Pauls größter Wunsch ist ein richtiger Opa - wie jedes Kind einen hat. Er möchte von ihm Fahrrad fahren lernen und Geschichten von früher erzählt bekommen. Aber wie viel Fantasie braucht Paul, um sich seinen Wunsch zu erfüllen?
Als Pauls bester Freund Micha von seinem Opa Besuch bekommt, hat Micha plötzlich überhaupt keine Zeit mehr für Pauls Spielereien. Und es sieht verdammt noch mal so aus, als bliebe der alte Herr für längere Zeit.
Tagelang verkriecht sich Paul in seinem Schuppen im Hinterhof und tüftelt an einer neuen Erfindung - einem eigenen, selbstgebauten Opa.
Als Paul einsehen muss, dass seine Erfindung keinen echten Opa ersetzen kann, geschieht ein kleines Wunder.

Martha und der fligende Großvater, Baden Würtenberg (D)
Regie: Christian Schwochow, Spielfilm 62 min
Ein Sommer, ein Mädchen und eine Reise zum geliebten Großvater aufs Land. Eine Geschichte über das Abschiednehmen. Die neunjährige Marta wird für einige Zeit zu ihrem geliebten Großvater Janosch aufs Land geschickt, da Mutter Tita arbeiten muss. Doch das ihr sonst vertraute Umfeld hat sich verändert: Marta trifft auf einen Großvater, der lauter komische Sachen macht, sich verdreht anzieht und manchmal sogar richtig aggressiv werden kann. Marta begreift, dass Janosch eine Krankheit hat und nimmt immer mehr die Rolle des Erwachsenen ein. Entstanden ist ein berührender Film zum Thema Alzheimer aus Kindersicht.

Tour Retour, HDK Zürich (CH)
Ein Film von Jan Sulzer & Deborah Neininger, Spielfilm 20 min.
Es geht um ein kleines Mädchen, das zusammen mit seinem Vater ins Krankenhaus fährt, weil seine Grossmutter im Sterben liegt. Auf dem Weg erinnert es sich an verschiedene Situationen mit seiner Grossmutter. Die Erinnerungen sind laut schrill todtraurig leis und fein und zum brüllen komisch: seine Grossmutter war eine ganz aussergewöhnliche Persönlichkeit. Als sie im Krankenhaus ankommen, ist die Grossmutter tot. Das kleine Mädchen realisiert: der Tod ist schrecklich. Schrecklicher als es die Krankheit war. Was bleibt, sind die Erinnerungen an einen geliebten Menschen.

Monsieur Ibrahim Paris (F) von der PHZ LU ausgewählt
Regie: François Depeyon mit Omar Charif, Spielfilm 90 min.
Der junge Momo ist plötzlich ganz auf sich allein gestellt. Er hat nur einen Freund - einen einzigen - und das ist Monsieur Ibrahim, der arabische Lebensmittelhändler aus der Rue Bleue. Aber die Dinge sind nicht so, wie sie scheinen: Denn die Rue Bleue ist nicht blau, Monsieur Ibrahim ist kein Araber. Und das Leben ist nicht zwangsläufig ein Trauerspiel...
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran ist eine Geschichte über die wesentlichen Erfahrungen im Leben: Freundschaft und Liebe sowie Abschied und Verlust.
Der Teenager (Pierre Boulanger), wird möglicherweise anwesend sein.

Ghettokids, Bayrischer Rundfunk (D)
Regie: Christian Wagner, Spielfilm 88 min.
Die Einundvierzigjährige, aus München stammende Lehrerin Hanna Solinger (Barbara Rudnik) zieht mit Sohn und Tochter von Hamburg in ihre Geburtsstadt, um eine Stelle an einer Förderschule in dem verrufenen Stadtteil Hasenbergl anzutreten. Ihre Mutter holt sie vom Bahnhof ab. Während das Gepäck im Kofferraum des Taxis verstaut wird, stiehlt der Vierzehnjährige Christos (Ionnis Tsialas) Hannas Geldbörse. Sie merkt es erst, als sie die Taxifahrt bezahlen will.
Zu Beginn ihrer ersten Unterrichtsstunde sieht sie durchs Fenster, wie Christos und sein drei Jahre älterer Bruder Maikis (Toni Osmani) auf dem Schulhof aus einem Streifenwagen steigen. Die beiden notorischen Schulschwänzer wurden von Polizisten aufgegriffen. Nach einer Viertelstunde hat die Klasse die neue Lehrerin hinausgemobbt. Maikis wird als Rädelsführer von der Schule relegiert.

Rabemutter, Hamburg Media School (D)
Regie: Alex Schmidt, Spielfilm 23 min.
Chris hat ihre Kindheit im Erziehungsheim auf dem Land verbracht. Nach einem Arztbesuch will sie nur noch eins: Ihre Mutter finden, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Chris macht sich auf den Weg nach Berlin. Als sie die Wohnung der Familie betritt, ist es jedoch nicht ihre Mutter, auf die sie trifft.
Narzissen, Hamburg Media School (D)
Regie: Katrin Gebbe, Spielfilm 13 min.
Von seiner Mutter verachtet kämpft der Junge um Liebe – sein Leben lang. Das Nachbarsmädchen Katharina weckt in ihm neue Hoffnung. Für sie pflanzt er einen Garten an.

California Dreams, Potsdam Berlin (D)
Regie: David Wnendt, Spielfilm 18 min.
Ein amüsanter Kurzfilm der HFF "Konrad Wolf“ über den Sprung ins "erwachsene“ Leben. Der Tag von Jonas’ 14. Geburtstag. Er ist Brillenträger, übergewichtig und wird von den Mädchen seiner Klasse einfach übersehen. Die Eltern schenken ihm (leicht verspätet) ein Aufklärungsbuch und weisen ihn hartnäckig auf das Thema Selbstbefriedigung hin.

Dealer, Hamburg Media School (D)
Regie Michael Venus, Spielfilm 5 min.
Ein Junge bestiehlt seine Eltern, um ihre Ehe zu retten. Als er erkennt, dass sich seine Mühen nicht lohnen, ändert er seine Pläne.

Memory Books (D/CH) von der PHZ LU ausgewählt
Ein Film von Christa Graf, Dokumentarfilm 90 min.
Vor dem kleinen Backsteinhaus, im Schein der Öllampe putzen sich Dennis und Chrissi jeden Abend die Zähne. Sehr gewissenhaft achtet der 10järige dabei auf seine kleine Schwester. Seit ihre Mutter vor knapp einem Jahr gestorben ist, sind die beiden Vollwaisen. Zwei von ca. 2 Millionen Waisenkindern Ugandas. In kaum einem anderen afrikanischen Land gibt es so viele Kinderhaushalte . Ihre Mutter wie auch ihr Vater starben an AIDS.
Ein faszinierender, spannender und gleichzeitig hinreissender Film. Er Wurde an den Solothurner Filmtagen das Erste mal gezeigt
Christa Graf wird anwesend sein.

Chrigu (CH) von der PHZ LU ausgewählt
von Jan Gassamann und Christian Ziörgen, Dokumentarfilm 87 min.
Mit 21 Jahren wird im Nacken von Christian ein Tumor in fortgeschrittenem Stadium entdeckt. Der junge Mann, von seinen Freunden "Chrigu" genannt, beginnt um sein Leben zu kämpfen. Er wünscht sich, einen Film über seinen Leidensweg zu machen. Jan Gassman begleitet seinen besten Freund mit der Kamera.
„Packend, kraftvoll, ohne falsche Sentimentalität“
Jan Gassamann wird anwesend sein.

Tobikomaki, ZHDK (CH)
Regie: Rahel Grunder, Spielfilm 13 min.
Happy Tobikomaki ist eine Groteske aus der Sicht des Sushis Tobikomaki Inside Out. Dieses besitzt eine Stimme und eine Seele, ist Zen-Buddhist und möchte von seinem negativen Karma erlöst werden. Dafür muss er aber von der "richtigen" Person gegessen werden. Auf der Suche nach dieser erfährt Tobikomaki episodisch Ausschnitte aus den Geschichten der Gäste und aus denjenigen des Personals.
Nach drei Runden auf dem Sushi-Laufband und zahlreichen Strapazen kommt Tobikomaki an sein Ziel.

Alice-Paris, ZHDK (CH)
Regie: Stefan Muggli, Spielfilm 22 min.
Alice will in Paris Fotografie studieren und wartet auf den Zulassungsbrief der Kunsthochschule. Ihr Vater Werner hält nichts von ihrem künstlerischen Berufswunsch und verheimlicht ihr den positiven Bescheid. Auch sonst scheinen Vater und Tochter nicht fähig, miteinander zu reden; sie entfremden sich zunehmend. Werners Techtel-Mechtel mit der spanischen Haushälterin Isabel lässt die Situation eskalieren.

Ich Träume nicht auf Deutsch, ZHDK (CH)
Regie: Ivana Lalovic, Spielfilm 15 min.
Die siebzehnjährige Lejla arbeitet mit ihrer Freundin Anci (25) in einem edlen Hotelrestaurant über den Dächern von Sarajevo. Eines Tages lernt Lejla Milos (43) kennen, der seit dem Krieg in Bosnien in der Schweiz lebt und in Sarajevo auf Geschäftsreise ist. Als es dunkel wird, bleiben die beiden im Hotelrestaurant und kommen sich näher. Ohne zu wissen, was sie am nächsten Morgen erfahren werden.
Das 35. International Flanders Film Festival, welches vom 7. bis 18. Oktober 2008 stattfindet, präsentiert zwei Filme aus der Schweiz: Der Kurzfilm „Ich träume nicht auf Deutsch“ von Ivana Lalovic läuft in der Sektion World Cinema. Er nimmt am Wettbewerb „Prix UIP Ghent“ teil, dessen Preisträger automatisch für den Europäischen Filmpreis nominiert wird.

Auf der Strecke (CH,D)
Regie: Reto Caffi, Spielfilm 30 min.
Ein Kaufhausdetektiv ist heimlich in eine Verkäuferin im hauseigenen Buchladen verliebt. Regelmässig beobachtet er sie über das Videoüberwachungssystem und folgt ihr Abends auf die Bahn. Als er Zeuge wird wie ein vermeintlicher Nebenbuhler von drei gewaltätigen jugentlichen im tram verprügelt wird, greift der eifersüchtige Detektiv nicht ein - mit fatalen Folgen.
Der deutsch-schweizerische Kurzfilm "Auf der Strecke" von Reto Caffi, der bisher mit über 20 internationalen Preisen überschüttet wurde, bekam am 13. September 08 den mit 10'000 Dollar dotierten Grand Prize bei der Preisverleiung der 13. Angelus Student Film Festival, welche in der Directors Guild of America in Hollywood stattfindet.