Montag, 22. Oktober, 9.30-11.30 Uhr, ab 4./5. Primarstufe
Ein kurzweiliges Programm mit Filmen, die Beziehungen innerhalb der Familie zeigen. Familie ich liebe dich, Familie ich hasse dich... Junge Filmemacher-/Innen sind zu Gast und sprechen über ihre Filme.

Gillian
Dorothea Nölle
Spielfilm 8’, D 2006
Schafft man es, mit permanent streitenden Eltern die Kindheit zu überleben? Man schafft es. Irgendwie.

Vom Himmel hoch
Veronica Pache
Spielfilm 15’, CH 2007
Der kleine Antoine glaubt fest an eine Sache: Auch nach dem Tod seiner Mutter, komme sie ihn besuchen – als Engel. Antoine, der von nun an bei seinem Grossvater lebt, hofft, dass der Besuch aus dem Himmel bald kommt. Vielleicht wäre es an der Zeit dem kleinen Antoine zu sagen, dass es keine Engel gibt. Vielleicht aber auch nicht.
Der Grossvater entscheidet sich für einen anderen Weg. Er will Antoine beweisen, dass Engel existieren. Eine ganz und gar magische Nacht.

Atentción al cliente
Marcos Valin, David Alonso
Animationsfilm 8’, Spanien 2007
In einer kalten, strengen Gesellschaft ist eine alte Frau gezwungen die Regeln zu unterlaufen, damit sie ihren kleinen Hund ernähren kann.

Goldsöckchen
Marcus Overbeck
Spielfilm 30’, D 2007
Patriks grosse Leidenschaft ist die Musik. Er verbirngt jede freie Minute damit an eigenen Musikstücken zu feilen, die er mit seinem Keyboard und einem Drumcomputer erstellt. Erwartungsvoll fiebert er seinem Geburtstag entgegen, in der Hoffnung einen Plattenspieler von seinem Vater geschenkt zu bekommen. Doch stattdessen erhält er ein Paar goldene Socken – ein Erbstück, das auf groteske Art und Weise die Wert- und Moralvorstellungen seines Vaters repräsentiert.
Die Socken, ob golden oder nicht, spielen in ihrer Funktion als sprechende und handelnde Nebenfiguren eine tragende Rolle und werden in ihrer irrealen
Daseinsform zum realen Mitspieler. Sie ziehen sich wie ein Faden durch die tragisch-komische Familiendrama, das in einem Vater-Sohn-Generationskonflikt eskaliert.

Il neige à Marrakesch
Hicham Alhayat
Spielfilm 15’, Marokko/Schweiz 2007
In Erfüllung eines letzten Traums seines sterbenden Vaters, der einmal in der Schweiz Ski fahren möchte, versucht der in Genf lebende 28-jährige Karim, ein Visum zu erhalten. Das Gesuch wird kategorisch abgelehnt, und so beschliesst er, mit seinem Vater zum marokkanischen Ferienort Oukaimeden zu fahren. Er lässt ihn glauben, sie befänden sich in den Schweizer Alpen. Mit Hilfe seines besten Freundes, seiner Schwester und einem originellen Restaurateur setzt er seine ganze Phantasie ein, um seinem Vater einen unvergesslichen Tag zu schenken.

Montag, 22. Oktober, 13.30-15.30Uhr, ab 5./6. Primarstufe
Ein eindrücklicher, nachhaltiger Film über die Situation von Strassenkinder. FilmON! nimmt die Thematik des diesjährigen Weltforums auf. Kundige Gäste berichten über ihre Sichtweise. Der Filmemacher und Schauspieler Hicham Alhayat (CH/Marokko) im Gespräch mit Hassan Elbaze (CH/Marokko)
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Ali Zaua
Nabil Ayouch
Spielfilm 100’, Marokko 2001
Der zwölfjährige Ali lebt mit seinen etwas jüngeren Freunden Kwita, Omar und Boubker auf den Straßen von Casablanca. Sie haben sich gerade von der Straßenbande getrennt, die vom brutalen Dib angeführt wird, um sich allein durch den harten Alltag zu schlagen. Ali steht sogar kurz vor der Erfüllung seines größten Wunsches: Er hat einen Seemann gefunden, der ihn mit aufs Meer nehmen will, und Ali glaubt jetzt fest daran, mit seiner Hilfe die Insel der zwei Sonnen zu finden, von der er immer geträumt hat. Doch kurz vor seiner Abfahrt kommt es noch einmal zum Streit mit der Bande. Ali wird am Kopf getroffen und
stirbt. Seine drei Freunde beschließen in ihrer Trauer, dem Toten zumindest noch ein ehrenvolles Begräbnis zu verschaffen. Sie machen Alis Mutter ausfindig, die als Prostituierte arbeitet. Obwohl sie immer alles für ihren Sohn getan hat, war Ali
von ihr fortgelaufen, weil er die Beschimpfungen durch die anderen Kinder nicht mehr ertragen konnte. Sie beschwört Alis Freunde, Ali wieder zu ihr zurückzubringen, denn sie weiß noch nichts von seinem Tod. Immer wieder scheitern die Kinder daran, das nötige Geld für das Begräbnis zu beschaffen. Dibs Bande macht ihnen zusätzlich das Leben schwer. Doch dann stoßen sie auf den Seemann, der Ali mitnehmen wollte. Mit seiner Hilfe scheint Alis Begräbnis endlich doch noch möglich zu werden.
"Ali Zaoua, Prinz der Straße" ist der zweite Langfilm des marokkanisch-französischen Regisseurs Nabil Ayouch, den dieser in einem Zeitraum von zwei Jahren mit Laiendarstellern gedreht hat. Der Film schildert die Verhältnisse einerseits sehr realistisch, durch die Perspektive der Kinder erhält die Geschichte jedoch märchenhafte Züge und eine eigene poetische Qualität und Leichtigkeit. Indem bestimmte Aspekte der harten Realität bewusst nicht dargestellt werden, wirkt das Leben dieser Kinder auf seltsame Art abgeschirmt von der übrigen Welt, die sich, wie Ayouch andeutet, auch nicht um die Kinder kümmert. "Ali Zaoua, Prinz der Straße" wurde auf zahlreichen internationalen Filmfestivals ausgezeichnet - unter anderem in Amiens, Mannheim-Heidelberg, Montréal und Stockholm.

Dienstag, 23. Oktober, 09.30 -11.30Uhr, ab 5./6. Primarstufe
Das Filmprogramm ist ausschliesslich Jacqueline Waltz gewidmet. Es ist ein Werkstattgespräch und führt hinter die Kulissen des Filmemachens. Jacqueline Falk ist eine junge Filmemacherin und Kulturbeauftragte des Kantons Zug. Ihr neuster Film kommt im Frühjahr 08 ins Kino, wir erhalten bereits einen ersten, auserwählten Eindruck!
Infos auch unter: http://www.movingimage.ch
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Wir vom Waisenhaus
Jacqueline Falk
Dokumentarfilm 80’ (Es wird ein Ausschnitt gezeigt), CH 2006
Wie alle "normalen" Teenager stehen auch sie in einem spannungsvollen Verhältnis mit ihrer Umwelt: Eltern(-teil), Schule, Clique. Bei den Heimkindern kommen aber noch intensive Auseinandersetzungen mit Sozialpädagogen, Behörden und manchmal Polizei hinzu.
Der Film führt uns durch das Leben der porträtierten Jugendlichen, deren Alltag voller Überraschungen und deren Hintergründe ungewöhnlich und manchmal sehr hart sind.

Pizza Canzone
Jacqueline Falk
Spielfilm 15’, CH 2005
Der Kurzfilm "Pizza Canzone" erzählt in Form eines Musicals die Geschichte der 18-jährigen Laila, die im Pizzahauslieferdienst ihres Bruders Ramon arbeitet und davon träumt, Musicaldarstellerin zu werden. Gegen Ramons Willen, der sie lieber stärker ins Familiengeschäft einbinden möchte, geht sie an die Aufnahmeprüfung einer Musicalschule.

Pizza Canzone
Jacqueline Falk
Als Frank seinen Chef nachdrücklich auf Sicherheitsprobleme im e-banking hinweist und einer älteren Kundin zu ihrem im Internet verlorenen Geld verhelfen will, ist er seinen Job los, wird öffentlich als Betrüger diffamiert und landet in Untersuchungshaft. Von jetzt an geht alles schief: seine Ex-Frau hat einen neuen Lover, der korrupte Polizist Max versucht, ihn in einen Bankbetrug zu verwickeln; und zu guter Letzt wollen ihm auch noch seine Freunde helfen!
Der Film ist kurz vor dem Abschluss. Doch ein Makin Off gibt es schon. So lässt sich hinter die Kulissen des Filmemachens schauen.
20 minuten berichtete: Während drei Tage war die Pilatusstrasse teilweise gesperrt. Das Filmteam von Moving Image drehte Verfolgungsszenen für die Gaunerkomödie «Geld oder Leben», welche nächsten Frühling in den Schweizer Kinos anlaufen soll. «Wir drehen mit beschränkten, privaten Mitteln. Trotzdem machen wir ein Highend-Produkt mit gewitzten Mundartdialogen», sagt Produzent Roger Mäder. Das Script für die temporeiche Filmkomödie ist von der Regisseurin Jacqueline Falk.

Dienstag, 23. Oktober, 13.30 -15.30Uhr, ab 1./2. Primarstufe
Das Programm ist ganz dem Filmemacher und Spezialist für Animationsfilme Jesus Perez gewidmet. Er zählt zu den bekanntesten Künstlerin in Bolivien. In einem Werkstattgespräch sehen wir hinter die Kulissen des Animationsfilmemachens. Weitere Infos auch unter: www.jesusperez.ch
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Punkt & Strich
Jesus Pérez
Animationsfilm 6’, Bolivien/CH 2007
Aus der Hand seines Schöpfers erwacht verwundert ein kleines Wesen zum Leben. Bald jedoch sieht es sich mit der bitteren Realität konfrontiert, nicht das Einzige zu sein, das einen Platz auf der Bühne hat. Und jetzt gibt es zwei Protagonisten, die mit Leidenschaft um ihr Recht kämpfen.

Ich und die anderen
Jesus Pérez
Gelingt der Hausbau nur miteinander?, Stärkt Jojo-Spielen das Gemeinschaftsgefühl der Menschen untereinander?, Was geschieht, wenn aus der Bananenkiste in Europa plötzlich ein kleiner schwarzer Junge krabbelt?...- Sechs Animationsfilme von Jesus Perez zu den Themen Frieden, Freundschaft und Verständigung: "Miteinander", "Meine, deine, seine ihre, eure, unsere Welt", "Eine nasse Geschichte", "Alles Banane", "Das Spiel", "Der Ton macht die Musik". * Freundschaft * Frieden * Kinderfilm * Trickfilm * Völkerverständigung

Der Ton macht die Musik
Jesus Pérez

Meine, deine, seine, ihre, unsere, eure Welt
Jesus Pérez

Alles Banane
Jesus Pérez

Mittwoch, 24. Oktober, 09.30 -11.30Uhr, ab 1. Oberstufe
Das Filmprogramm zeigt neue Gesellschaftsstrukturen, verschiedene Kulturen und verschiedene Lebensweisen. Zur Filmvorführung werden Filmemacher-/Innen anwesend sein und gerne über ihre Filme Auskunft geben. Diese Filmreihe setzt ihren Schwerpunkt auf die Realisierung ähnlicher Projekte in der eigenen Schulklasse.
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Die Erde ist Rund
Jadwiga Kowalska
Animation 5’, Polen/CH 2006
Um sicher zu sein, dass die Erde rund ist, begibt sich ein alter Mann auf eine Reise voller Hindernisse und Grenzen.

Blanc (White)
Antoinette Azrie
Animation 7’, Syrien 2005
Kinder und Tiere spielen friedlich miteinander in der Natur.
Dieser Animationsfilm ist in Zusammenarbeit mit dem Festival Filmoriental
(www.filmoriontal.com) im Programm.

HAAF and me
Oliver Aemisegger
Animationsfilm 3’, CH 2007
Ein Regisseur reist mit seinem Hauptdarsteller nach China.

Kick it
Medienprojekt Wuppertal
Experimentalfilm 3’, D 2006
Schule kann so langweilig sein, wenn nicht ein gemeinsames Rhythmusgefühl quer durch alle Unterschiede bestehen würde.
Der Film entstand im Zusammenhang mit dem Medienprojekt Wuppertal.
www.medienprojekt-wuppertal.de

MeinBlick / Anita
Susanne König, Anna Thommen
Dokumentar 10’, D 2006
Das Projekt MeinBlick steht als Beispiel dafür, wie in einer Schulkasse interessante Kurzportäts gemacht werden könnten: Wie leben wir, wie leben andere. Die Filmemacher-/Innen und am Projekt beteiligte Personen sind zu Gast und erzählen über ihre Erfahrungen.
Der Film entstand in Zusammenarbeit mit dem Politforum Zentralschweiz.

Bosna-Banja Luka
Aleksandra Kaurin, Maja Dusanic
Dokumentar 15’, D 2006
Ähnlich wie das Video „MeinBlick“ zeigt dieses Dokumentarvideo die Situation und der Lebensalltag Jugendlicher.
Zwei aus Bosnien stammende Wuppertalerinnen, deren Eltern wegen des Krieges nach Deutschland geflohen waren, besuchen ihre alte Heimat wieder. Anhand von drei Protagonisten dokumentieren sie das Leben von Jugendlichen in Bosnien. Sie äußern sich über die Gesellschaft, ihr Leben und ihre Zukunftsperspektiven.
Der Film entstand im Zusammenhang mit dem Medienprojekt Wuppertal.
www.medienprojekt-wuppertal.de

Donnerstag, 25. Oktober, 9.30-11.30Uhr, ab 5./6. Primarstufe
In diesem Filmprogramm sind unterschiedliche Filme zu sehen, die sich mit den
inneren und äusseren Umständen der erste Liebe befassen.
Witzig, nachdenklich und frech zugleich...
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The Cleaner
Dustin Rees
Animationsfilm 3’, GB/CH 2006
Der Putzer verbringt den Tag damit, Dinge um uns herum wegzuräumen und wegzuwerfen. Im Hintergrund seiner täglichen Arbeit findet ein Paar zusammen und lebt sich wieder auseinander – im Schatten und im Licht der Handlungen des Putzers.

ein Sommer lang
Steffi Niederzoll
Spielfilm 29’, D 2006
"ein Sommer lang" ist die Geschichte von Vroni, die in einem kleinen bayerischen Dorf ihre erste Liebe erlebt. Zwischen der Enge der alltäglichen monotonen Pflichten des Bauernhofs, auf dem sie mit ihrer Muter und ihrer Großmutter lebt und den ersten schüchternen Gesprächen mit ihrer Freundin Gerti über Jungen und Sex, zieht es Vroni immer wieder in den Wald, zum Wohnwagen des jungen tschechischen Puppenspielers Ales. "ein Sommer lang" erzählt in einer ruhigen Bildsprache mit weichen, fast traumhaften Sequenzen von der süßen Melancholie der ersten Liebe und den staubig-trägen Sommern der Kindheit, die stets endlos schienen.

Schnäbi
Luzius Wespe
Spielfilm 13’, CH 2006
Der vierzehnjährige Leander findet sein Schnäbi sei zu klein. Er verliebt sich in die schöne Martina, die ihm Geometrieaufgaben erklärt. Leanders Mitschüler sagen, Martina stehe nur auf richtige Männer und benützen das Geo-Dreieck, um ganz andere Sachen nachzumessen...

Summertime
Anna Luif
Spielfilm 27’, CH 2000
Die 13-jährige Nadia verbringt die Sommerferien zu Hause. Sie langweilt sich tödlich, bis sie den Siedlungsschönling Michael sieht und sich zum ersten Mal unsterblich verliebt.
Sie beginnt, ihm nachzuspionieren, macht Fotos und dringt heimlich in seine Wohnung ein. Nadia hält es nicht mehr aus und entschliesst sich, Michael endlich ihre Liebe zu gestehen. Doch dann entdeckt sie, dass Michael sich mit einer Frau trifft. Mit Entsetzen stellt sie fest, dass diese heimliche Freundin ihre Mutter ist.
Für Nadja bricht eine Welt zusammen. In ihrer grenzenlosen Wut zerschneidet sie die Kleider ihrer Mutter. Es kommt zum Eklat zwischen Tochter und Mutter. Nadja fühlt sich verraten und im Stich gelassen. Sie will sich an ihrer Mutter rächen, indem sie versucht, Michael zu verführen. Aber Michael wehrt ihre ungestümen Avancen im letzten Moment ab.
Nadia realisiert, dass sie zu weit gegangen ist und flüchtet verwirrt und verängstigt aus der Wohnung. Sie findet schliesslich Trost und Verständnis bei ihrer Mutter und sieht ein, dass sie noch nicht bereit ist für die Welt der Erwachsenen.

Fledermäuse im Bauch
Thomas Gerber
Spielfilm 18’, CH 2004
Der junge Vampir Viktor fühlt sich als Versager, weil er mit 25 Jahren noch immer niemanden gebissen hat. Dieser Zustand ändert sich schlagartig, als ihm die bezaubernde Assistenzärztin Sophia den Kopf verdreht. Nach mehreren kläglich gescheiterten Beissversuchen nimmt Viktor seinen Mut zusammen und lädt Sophia zu einem nächtlichen Rendez-vous im Zoologischen Museum ein. Während Sophia nichts von Viktors finsterem Geheimnis ahnt und hofft, ihn nun endlich küssen zu können, hat Viktor die feste Absicht, in dieser Nacht zum ersten Mal frisches Menschenblut zu trinken..

Donnerstag, 25. Oktober, 13.30-15.30Uhr, ab 1. Oberstufe
Erwachsenwerden ist nicht immer leicht. Die einen haben es schon hinter sich,
die anderen stehen mittendrin.
Dieser Film wurde von Studenten der Pädagogischen Hochschule
Zentralschweiz ausgewählt. Arbeitsmaterial gibt es unter: http://www.derpflichtfilm.de
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Wahrheit oder Pflicht
Jan Martin Schar, Arne Nolting
Spielfilm 90’, D 2005
Nachdem sie die zwölfte Klasse nicht geschafft hat, ist das Abitur für die 18-jährige Annika erst einmal kein Thema mehr. Da sie sich jedoch nicht traut, ihren Eltern die Wahrheit zu sagen, verlässt sie jeden Morgen brav das Haus, angeblich, um zur Schule zu gehen. In Wahrheit verbringt sie die Zeit in einem ausrangierten Reisebus oder trifft sich mit Kai, einem Jungen aus der nahe gelegenen Plattenbausiedlung. Als der Tag des großen Abi-Balls, an dem ihr Schwindel unweigerlich auffliegen würde, immer näher rückt, gerät Annika zusehends unter Druck.

Freitag, 26. Oktober, 09.30-11.30Uhr, ab 1. Oberstufe
Im folgenden Programm geht es um wichtige Themen wie
Liebe, Vertrauen, Leben und Tod. Es stehen ein Spielfilm und
ein Dokumentarfilm im Programm. Beide Filmemacher sind zu Gast und
berichten über ihre Filme. Der Film „Zeit des Abschieds“ wurde von
Studenten der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz ausgewählt und bearbeitet.
Ein Filmprogramm, das sich einprägt und uns nicht so schnell wieder loslassen wird.
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Mit oder ohne
Laurin Merz
Spielfilm 10’, CH 2007
Ein Morgen, der Mann will Sex, es hat keine Pariser mehr, ohne will sie nicht, sondern lieber Shopping. Eine Geschichte über Liebe, Vertrauen, Tod und Shopping.

Zeit des Abschieds
Mehdi Sahebi
Dokumentar 63’, Iran/CH 2006
Giuseppe Tommasi lebt im Zürcher Hospiz Lighthouse. Im Angesicht des Todes hinterfragt der 44jährige HIV-infizierte Krebskranke seine Sucht, sein Umfeld, sich selbst. Mehdi Sahebi zeigt in berührenden Bildern die schonungslose Auseinandersetzung eines Menschen mit seinem Leben, der seine letzten Monate nutzt, um mit sich und seiner Umwelt ins Reine zu kommen.
Giusi mag die klassische Drögelerkarriere hinter sich haben - verschupftes Pflegekind, Absturz am Letten, HI-Virusinfektion, Lighthouse. Aber der Mann ist eloquent, hat Schalk, weiss über seine Krankheiten genau Bescheid und verliert trotz allem nie den Witz. Bewundernswert wie er sich seines nahenden Endes bewusst ist, und immer noch mit der Kamera schäkert und zum Beispiel Antiwerbung für Zigaretten betreibt. Doch seine körperlichen Schmerzen sind "satanisch". Als "Stück Scheisse" bezeichnet er seinen geschundenen Organismus. Der höckerige Tumor unter dem Schlüsselbein ist gut sichtbar. Die Stimmungsschwankungen sind bestens eingefangen, als ihn Sahebi gleich zweimal zu einer Strahlenbehandlung begleitet. Einmal zeigt Giusi danach der Kamera die Nase, das andere Mal weint er bitterlich.
Unterrichtmaterial von Robi Bermettler(PHZ); hier herzunterzuladen

Freitag, 26. Oktober, 13.30-15.30Uhr, ab 1. Oberstufe
Dieser Nachmittag ist dem Thema Freiheit und Menschenrechte gewidmet. Es sind 3 von insgesamt 6 Filmen zu sehen, die von Filmemachern zu verschiedene Artikeln der Menschenrechtkonvention realisiert wurden. Der Produzent Philipp Clivaz ist zu Gast und berichtet über die Hintergründe.
Die Filmemacher sind da und erzählen über ihre Ideen und Sichtweisen. Die Filme wurden am Filmfestival in Locarno 07 zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Die DVD mit 6 Kurzfilmen und entsprechendem Unterrichtsmaterial kann vor Ort direkt bezogen werden.
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Der Illettrist
Olivier Paulus und Stephan Hillebrand
Spielfilm 10’, CH 2007
Der Film erzählt die Geschichte eines Vaters, der von der Lehrerin seiner Tochter zu einem Treffen eingeladen wird. Der Grund dafür ist, dass das Mädchen der Schule zu oft fernbleibt. Im weiteren Verlauf des Films wird klar,
dass der Vater nicht lesen kann und dies vor seiner Umgebung verheimlicht. Als es das Mädchen merkt, setzt es sich in den Kopf, ihm das Lesen beizubringen.
Im Film geht es hauptsächlich um das Recht auf Bildung, einem der wichtigsten Menschenrechte.

Bouly le campeur
Anthony Vouardoux
Spielfilm 4’, CH 2007
Der Film Bouly le campeur, von Anthony Vouardoux dient als Ausgangspunkt einer Studie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR). Wen sieht man im Film? Dargestellt wird Bouly, eine im Camping
lebende eher unangenehme Filmfigur, die ausländer- und frauenfeindliche Äusserungen von sich gibt. Bei jeder Aussage erinnert ihn eine Off-Stimme an die entsprechende Verfügung der AEMR. Zwar ist nicht klar, ob er
vorgibt, die Bestimmung nicht zu verstehen, oder ob er sie wirklich nicht versteht, auf jeden Fall reagiert er so, wie man es von einer solchen Filmfigur erwartet.

Selma
Bernie Forster
Spielfilm 10’, CH 2007
Der Film von Bernie Forster erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die grosse Probleme hat, eine Lehrstelle zu finden. Ihr Vorname – Selma – verrät ihre ausländische Herkunft, sie kommt aus dem Balkan. Aufgrund
der grossen Schwierigkeiten und der Ablehnung, mit der sie konfrontiert ist, wird ihr klar, dass die Ursache darin liegt, dass sie Ausländerin ist. Nachdem sie von der erfolglosen Lehrstellensuche genug hat, beschliesst sie, nach Strassburg zu gehen – warum Strassburg? Sie will dort ihr Recht auf Arbeit einfordern.

Reise ohne Rückkehr
Esen Isik
Spielfilm 43’, Türkei/CH 2001
Emine, Untergrundkämpferin aus der Türkei, wartet in einem Schweizer Durchgangsheim auf ihren Asylbescheid. Nachts wird sie von Alpträumen heimgesucht, die ihr die traumatischen Erlebnisse in ihrer Heimat in Erinnerung rufen. Tagsüber ist sie zum Müssiggang gezwungen. In Briefen erzählt sie ihrer Freundin vom Leben im Exil, wo sie hin- und hergerissen ist zwischen Erinnerungen an die Vergangenheit und dem Wunsch, ein neues Leben zu beginnen. Noch zögert Emine, wie sie Peter begegnen soll, einem Betreuer ihres Durchgangheims, der sich in sie verliebt hat. Ohne sein Wissen versteckt sie einen illegalen Flüchtling im Heim und verspricht, ihm weiterzuhelfen. Der Flüchtling wird jedoch entdeckt, und die Freundschaft von Emine und Peter wird auf eine harte Probe gestellt. Emine realisiert, dass sie erst wieder lernen muss, anderen Menschen zu vertrauen.