Was macht das Anderssein aus?

Wie fühlt sich das Heranwachsen oder das Eintauchen in neue Lebensräume an?
Das Hinschauen lohnt sich.

 

* Hinweis:
   Zu den Filmen mit dem Vermerk „PHZ Luzern“ erhalten Sie nach Anmeldung kostenlos
   Unterrichtsmaterial.
   Die PHZ Luzern erarbeitete das Unterrichtsmaterial für diesen Film und moderiert die
   Filmvorführung.

   Programm-Änderungen vorbehalten

Montag 15.03.10

Vormittag
09.00 – 11.30 Uhr
* PHZ Luzern

Der Junge im gestreiften Pyjama
(The Boy in the Striped Pyjama)

Ausverkauft

Großbritannien/USA 2008
Regie: Mark Herman
Alters-Empfehlung ab 12 +

Bruno (Asa Butterfield) wächst als Sohn eines hohen Nazioffiziers in den 40er Jahren in Berlin auf. Als sein Vater (David Thewlis) versetzt wird, muss er seine Freunde in der Hauptstadt verlassen und aufs Land ziehen. In dem abgeschotteten Haus wird es dem Achtjährigen schnell langweilig. Ohne Spielkameraden bleibt ihm nur die Gesellschaft seiner älteren Schwester, die sich aber mehr für den Führer und seine Rasse-Ideologie begeistert. Als Bruno im Wald hinter seinem Haus spielt, entdeckt er einige Baracken, die von einem Stacheldrahtzaun umgeben sind. Dahinter sitzt der kleine Shmuel (Jack Scanlon), mit dem sich Bruno schnell anfreundet. Für den Deutschen wird der Gleichaltrige schnell zum einzigen Freund. Allerdings wundert Bruno sich, dass auf dem Bauernhof, auf dem Shmuel wohnt, scheinbar alle den ganzen Tag lang gestreifte Schlafanzüge tragen....

Nachmittag
13.30 – 16.00 Uhr

Es gibt nur einen Jimmy Grimble


Großbritannien, Frankreich 2000
Regie: John Hay
Alters-Empfehlung ab 6+

Der 15-jährige Jimmy träumt davon, Profi-Fußballer zu werden. Beim Training mit seiner Jugendmannschaft in Manchester beweist Jimmy immer wieder sein Talent. Doch beim Turnier auf dem Platz vor vielen Zuschauern verlässt ihn jegliches Selbstvertrauen und es scheint, als ob er zwei linke Füße hat.

Auch sonst läuft in Jimmys Leben manches nicht so, wie er es sich wünscht: Mit dem neuen Freund seiner Mutter kommt er nicht klar, in der Schule wird der schmächtige Junge von Gorgeous und seiner Gang drangsaliert und bei Sara, in die er verliebt ist, bringt er keinen Ton heraus.

Eines Abends wird Jimmy von Gorgeous und dessen Kumpel Psycho verfolgt und durch die leeren Straßen eines Abrissviertels gejagt. Eine alte Frau, die noch in einem der verwahrlosten Häuser wohnt, kommt ihm zu Hilfe. Zum Abschied schenkt sie ihm ein paar alte, schäbige Fußballschuhe und sagt dazu, dass die auf dem Fußballplatz magische Kräfte verleihen können.

Beim nächsten Spiel zieht Jimmy die alten Treter an und schießt ein sensationelles Tor. Nun hat er einen Stammplatz in der Mannschaft, die es bis ins Finale der Schulmeisterschaft bringt. Kurz vor dem Endspiel lässt Gorgeous die alten „Zauberschuhe“ verschwinden …

„Ich möchte, dass die Leute am Ende meines Films vor Freude in die Luft springen“
(Regisseur John Hay)

Auszeichnungen:
Preis der Kinderjury, Berlinale 2001

Pressezitate:

„Der Film verbindet die besten Traditionen des ‘New British Cinema’: Humor, Tiefgang, Realismus, Charaktere, die sich im Gedächtnis einbrennen.“

Dienstag 16.03.10

Vormittag
09.00 – 11.30 Uhr
* PHZ Luzern

Little Girl Blue

Schweizer Spielfilm, Drama 2003
Regie: Anna Luif
Alters-Empfehlung ab 12 +

Sandra (Muriel Neukom) ist neu im Quartier. Und schüchtern. Die Mädchen aus der Klasse machen es ihr auch nicht gerade leicht: Sandra passt viel zu wenig in die coole Clique um Nadja (Marina Guerrini) und Isa (Alini Blaich). Doch als sie den 14jährigen Mike (Andreas Eberle) trifft, scheint alles vergessen. Sie verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Was Sandra aber nicht weiss: seit längerem hat auch Nadja ein Auge auf Mike geworfen….

Nachmittag
13.30 – 16.00 Uhr

Die Abenteuer des Prinzen Achmed
Der erste abendfüllende Trickfilm der Filmgeschichte

Deutschland 1926
Regie: Lotte Reiniger
Silhouettenfilm/Stummfilm
Alters-Empfehlung ab 6+

Der Silhouettenfilm von Lotte Reiniger basiert auf den märchenhaften Motiven aus "1001 Nacht" und erzählt von der abenteuerlichen Reise des Prinzen Achmed, die am Hofe des großen Kalifen beginnt. Ein Fremder erscheint in der Stadt und stellt sein Wunderwerk vor: ein Pferd, das durch die Lüfte fliegen kann. Der Kalif möchte dieses Zauberpferd unbedingt besitzen! Als Gegengabe fordert der Zauberer die schöne Kalifentochter Dinarsade. Das erzürnt zwar Dinarsades Bruder Achmed, doch auch seine Neugier ist geweckt. So beginnt Prinz Achmeds abenteuerliche Reise...
Auf der Insel Wak-Wak trifft er die schöne Pari Banu, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Inzwischen sinnt der Zauberer in der Stadt des Kalifen auf Rache, und schon bald gelingt es ihm ein zweites Mal, dem Prinzen übel mitzuspielen. Er raubt Pari Banu und Prinz Achmed findet sich in einer öden Gegend auf einem Felsen wieder. In dessen Inneren haust die Todfeindin des Zauberers, die gute Hexe von Flammenberg. Sie hilft dem tapferen Achmed, seine schöne Prinzessin wieder zu finden, doch das Glück ist nur kurz, denn die Dämonen der Insel Wak Wak holen sich ihre Herrin zurück. Nachdem die gute Hexe in einem atemberaubenden Kampf den bösen Zauberer besiegt hat, gelingt es Prinz Achmed mit Hilfe von Aladins Wunderlampe, seine geliebte Pari Banu aus den Fängen der wilden Dämonen zu befreien, und am Ende kann der trauernde Kalif seine Kinder überglücklich in die Arme schließen.

Mittwoch 17.03.10

Vormittag
09.00 – 11.30 Uhr
* PHZ Luzern

Utopia Blues

Schweizer Film 2001
Regie: Stefan Haupt
Alters-Empfehlung ab 12 +

Im Mittelpunkt steht der 18-jährige Schüler Rafael (Michael Finger). Er lebt zusammen mit seiner liebevollen Mutter, hat eine herzliche Verbindung zu seinem Grossvater und nur eine Leidenschaft: die Musik. Deshalb will er Berufsmusiker werden. Nicht in naher Zukunft, sondern subito. Er schmeisst die Schule und bietet den Musikverlagen seine Demobänder an. Zweifel, dass es klappt, kennt er keine. Sein Umfeld kommt mit dieser grenzenlosen Begeisterung nicht zu recht. Es liefert Rafael in die psychiatrische Klinik und später in ein Internat ein. Dort werkelt er trotz vieler Hindernisse weiterhin an seiner Musikkarriere. Alles scheint gut zu werden, doch als sein geliebter Grossvater stirbt, ist das wieder gewonnene Gleichgewicht gefährdet. Ist Rafael nun manisch depressiv, wie die Ärzte diagnostizieren, oder einfach ein junger, kreativer Geist, der nicht verstanden wird?

Donnerstag 18.03.10   Special „Bienvenue!“

Vormittag
09.00 – 11.30 Uhr

Home

Schweiz 2008 f/e
Regie: Ursula Meier
Mit: Isabelle Huppert, Olivier Gourmet, Kacey Mottet Klein, Madeleine Budd, Adeleide Leroux
Schweizer Filmpreis 2009
Alters-Empfehlung 14+

Inmitten einer ruhigen und kargen Landschaft erstreckt sich so weit das Auge reicht eine leere Autobahn, die seit dem Bau vor mehreren Jahren unbenutzt geblieben ist und langsam verfällt. Am Rande des von Pflanzen durchdrungenen Asphalts, nur wenige Meter von der Einzäunung entfernt, befindet sich ein einsames Haus mit einem kleinen Garten. In diesem Haus wohnt eine Familie. Der Sommer beginnt, und die Arbeiten werden wiederaufgenommen. Die Autobahn soll in Betrieb genommen werden ..

Nachmittag
13.30 – 16.00 Uhr

Die Klasse
(Entre les Murs)

Frankreich 2008
Regie: Laurent Cantet
Mit: François Bégaudeau, Vincent Caire und Schülern
Prämierter Kino-Film
Alters-Empfehlung 14+

Im 20. Pariser Arrondissement, einem Multi-Kulti-Viertel und sozialem Brennpunkt, bereiten sich der junge Lehrer François (François Bégaudeau) und seine Kollegen auf das neue Schuljahr in einer Klasse mit vielen Migrantenkindern vor. Sie haben die besten Absichten, ihren Schülern das notwendige Wissen beizubringen und sich nicht entmutigen zu lassen. Vor allem François versucht, im Französischunterricht nicht nur notwendige Fakten und sprachliche Kompetenz zu vermitteln, sondern auch soziale Werte menschlichen Zusammenlebens, Respekt und Toleranz. Im Klassenraum mit 14- bis 15-jährigen Schülern unterschiedlicher Nationalitäten prallen Meinungen und Kulturen aufeinander, ein Mikrokosmos des heutigen Frankreichs und seiner ganzen ethnischen Vielfalt. Der engagierte Lehrer gibt trotz aller Widrigkeiten nicht auf, weicht Konfrontationen nicht aus, kämpft gegen Leistungsverweigerung und Aggression, fördert mit unkonventionellen Methoden die Stärken der Jugendlichen und gibt eigene Schwächen zu. Er spielt auf Risiko und gewinnt für alle ein Stückchen mehr Gerechtigkeit und Demokratie.

Freitag 19.03.10

Vormittag
09.00 – 11.30 Uhr
* PHZ Luzern

Jimmie

Schweizer Film, 2008
Regie: Tobias Ineichen
Alters-Empfehlung ab 12 +

Jimmie (Joel Basman) ist kein überirdisches Wunderkind – dennoch, hat er eine besondere Eigenschaft: Er kann besser schwimmen als die anderen Untrainierten im Schwimmbad. Überhaupt ist das Wasser sein Element, seit er als Kind mit seiner Mutter (Stephanie Japp) in einer Delfintherapie war. Der Alltag mit dem autistischen Jimmie ist alles andere als leicht, dies muss seine allein erziehende Mutter schnell merken, nachdem sie ihn versuchshalber aus dem Heim zu sich nach Hause holt. Er redet kein Wort und macht auch sonst kaum Anzeichen, dass er die Aussenwelt wahrnimmt. Eines Tages wird ein Schwimmcoach im Hallenbad auf Jimmies Talent aufmerksam…

Nachmittag
13.30 – 16.00 Uhr

Rot wie der Himmel
(Rosso come il cielo)

Italien 2006/2007
Regie: Cristiano Bortone
Mit: Francesco Campobasso, Luca Capriotti, Marco Cocci, Simone Colombari, u.a.
Unicefpreis 2008 und diverse Filmpreise
Alters-Empfehlung ab 6 +

„Du hast fünf Sinne, Mirco.
Warum willst du nur einen davon benutzen?“
Der Film spielt im Italien der 70er Jahre und ist die Geschichte des zehnjährigen Mirco, der glücklich mit seinen Eltern in einem kleinen, idyllischen Dorf in der Toskana lebt. Mirco ist ein lebendiges und intelligentes Kind. Seine große Leidenschaft ist das Kino. Seine Lieblingsfilme sind Western und Abenteuerfilme. Mircos Leben verändert sich jedoch eines Tages schlagartig, als sich beim Spielen mit einem alten Gewehr ein Schuss löst, der den Jungen am Kopf schwer verletzt. Mirco überlebt, verliert aber sein Augenlicht. Entsprechend der italienischen Gesetze zur damaligen Zeit gilt der Junge nun als behindert und muss in einer Anstalt untergebracht werden. Zuerst findet sich Mirco in seiner neuen Situation nicht zurecht. Als er jedoch ein altes Tonbandgerät findet, entdeckt er eine völlig neue Welt für sich, nämlich die der Geräusche. Er kreiert fortan kleine Märchen, die anders als im Kino völlig auf Bilder verzichten und nur aus Geräuschen bestehen. Der poetische Film erzählt die Geschichte der Kindheit Mirco Mencaccis, der heute einer der bekanntesten Toningenieure für Film in Italien ist.